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Inhalt: Vorgeschichte Wiedereinstieg in den Polizeidienst Die Entdeckung Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell" Die Beauftragung durch das Innenministerium Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB Verdeckte Scheinkäufe JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz OLYMPIA - Sonnwendfeier OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz Die konspirative Wohnung Chiffrierung der Berichte Aktivisten- Gruppengründung in Deutschland Motorrad- veranstaltungen Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe- kämpfung Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL Gedanken & Fragen Weitere Medien des Journalisten |
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Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSBNach dem ersten telephonischen Kontakt am 13.2. und dem darauf folgenden Treffen mit G., dem die Beauftragung für die verdeckten Ermittlungen folgte, wurde diese Beziehung schrittweise ausgebaut. Es ergaben sich neben dem Schriftverkehr regelmäßige Treffen wobei G. zumeist in Begleitung von bis zu 3 Personen war. Der Aufgabenbereich lag vordergründig in der Anwerbung von Mitgliedern für die Aktivistengruppe Wilhelm Tell, wie er seine Gruppe titulierte. G. bezeichnete sie als Teil einer Hand einer Organisation und der Aktionsradius umfaßte Wien und das Weinviertel. Die Anwerbung erfolgte, abgesehen von Straßenkontakten die sich bei Aktionen ergaben, schwerpunktmäßig durch inserieren von Kontaktanzeigen in den Zeitschriften: BAZAR, TÄGLICH ALLES sowie der FUNDGRUBE. Nebenbei führte G. als Gruppenleiter eine sogenannte Negativkartei. Dabei handelt es sich um die Sammlung der registrierten Bezieher für die Ausgabe der periodisch erscheinenden Publikation "Das neue Wort" und andere Veröffentlichungen der VSB. Er hatte den Auftrag, die Gruppe so zu führen, daß deren Aktivitäten im 14tägigen Rhythmus zwischen Propaganda-Aktionen und kameradschaftsfördernden Unternehmungen abwechselte. Meiner Legende zu Folge hatte ich gegenwärtig mehr Tagesfreizeit und so konnten wir uns auch in kürzeren Abständen alleine treffen. G. berichtete über eine weitere Vereinigung, der UNION bei deren Wahlen er kandidieren werde. Sie war unter der gleichen Adresse geführt wie die VSB in der Apfelgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk. Möglicherweise würde er die Position des Präsidenten erhalten, was mich angesichts seiner Persönlichkeit überraschte. G. erhielt dann bei den besagten Wahlen auch keinen verantwortungsvollen Posten, sondern wurde bei den Vorstandswahlen der UNION zum Kassierstellvertreter gewählt. Eine starke Kluft zwischen Wunsch und Realität, wobei dieser Position so gut wie keine Bedeutung zukam, vermerkte ich in meinem Bericht. Hierzu sei angemerkt, daß G. in keiner Weise den Eindruck auf mich machte, daß er über ein derart geistiges Potential verfügen würde, das ihn in irgendeiner Weise für eine verantwortungsvollere Tätigkeit in Betracht kommen ließe, als die, die er überantwortet bekommen hatte. So kamen wir uns zwar schrittweise näher, doch die Aktivitäten beschränkten sich auf das Anbringen von vervielfältigten Haftzetteln an öffentlichen Orten - wie auch Telephonzellen - sowie dem Durchstreifen von Straßenzügen, vornehmlich im Innenstadtbereich Wiens, wo wir Parolen wie "1,2,3,4 auf die EU scheißen wir" riefen. Vereinzelte Erzählungen von Kontakten zu NDP-Angehörigen von denen er einen Totenkopfring der SS erhalten hätte oder dem Aufkleber "Südtirol muß Deutsch bleiben" rundeten das Bild ab. Diese Gegenstände hatte er jedoch aus Angst vor Hausdurchsuchungen weggeschmissen, gab er mir gegenüber an. Immer wieder vermeldete er stolz Neukontakte von Interessenten. Seinen und von der Aktivistengruppe Wilhelm Tell vertretenen politischen Ansichten machte er immer wieder Luft und ein Auszug davon wurde in meinem Bericht über das Treffen am 12. März festgehalten (linke Abbildung).
Ein wenig dürftig schien es zumindest mit dieser Gruppe voranzugehen, bis G. mir erzählte, daß das Team des Neuen Wortes einen Zeitungsgestalter suchen würde. In diesem Zeitabschnitt der 90er Jahre begannen gerade die Computeranwender mit speziellen Programmen graphische Aufmöbelungen ihrer Drucksorten vorzunehmen. Selbst mit Erfahrung von der Gestaltung von Publikationen ausgestattet, bot ich ihm ganz unverbindlich an, ein paar Computergraphiken zu fertigen, mit kurzen aussagekräftigen Textattributen zu versehen und als Muster mitzugeben – natürlich inhaltlich einschlägig ausgerichtet. Er meinte, ich könne gleich direkt mit dem Verantwortlichen sprechen. Aus taktischen Gründen lehnte ich dies ab - ich fühle mich seiner Gruppe zugehörig und würde dies nicht so ganz korrekt finden. Wir gemeinsam wären eine Kameradschaft, ich bevorzuge dies schon gemeinschaftlich zu machen. Aber gleichzeitig bei dieser Gelegenheit teilte ich ihm auch mit, daß ich mir im Grunde schon etwas mehr erwartet hätte im Hinblick auf den Inhalt des Inserates, als nur Zeitungen auszutragen und Parolen zu schreien. Es mache mir nichts aus, aber vielleicht würde es doch etwas anspruchsvollere Aufgabenbereiche geben. In dem dann zwei Tage nach diesem Gespräch von G. an mich verfaßten Brief, der wie alle seine Schreiben ohne Unterschrift versehen war, teilte er mir mit: Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB 2
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