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Inhalt: Vorgeschichte Wiedereinstieg in den Polizeidienst Die Entdeckung Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell" Die Beauftragung durch das Innenministerium Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB Verdeckte Scheinkäufe JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz OLYMPIA - Sonnwendfeier OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz Die konspirative Wohnung Chiffrierung der Berichte Aktivisten- Gruppengründung in Deutschland Motorrad- veranstaltungen Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe- kämpfung Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL Gedanken & Fragen Weitere Medien des Journalisten |
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Olympia - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ EhrengastEine besondere Ehre als Nichtakademiker und nicht Burschenschaftsangehöriger, aber scheinbar würdiger ideologischer Mitstreiter wurde mir zuteil, als ich zu einer ganz besonderen Veranstaltung von H. eingeladen wurde. Am 13. April 1994 um 19:30 Uhr fand im Gebäude der Burschenschaft OLYMPIA ein Vortrag mit anschließender Diskussion statt. Der Titel lautete: PALÄSTINA - WEGE AUS DEM STATUS QUO. Der Vortragende war der Botschafter der PLO in Wien, Faisal Owaidha, der als Exzellenz tituliert wurde. Die Veranstaltung fand in einem Saal statt, wo die Tische in einem Viereck zusammengestellt waren. Als Außenseiter, sehr diskret und zurückhaltend, aber dankbar für die freundliche Einladung, spielte so meinen Part. Die kleine Gruppe der Teilnehmer wirkte elitär und ich beschränkte mich auf das Zuhören. Der PLO-Botschafter war mit einem Gefolge anwesend und befand sich an der Stirnseite der zusammengestellten Tische. Wieder der besagte alte Herr als Vertreter der Burschenschaft, nahm dann die Begrüßung des Botschafters vor. Im Anschluß erfolgte die Vorstellung des Ehrengastes: "Als heutigen Ehrengast dieser Veranstaltung freut es mich ganz besonders, die Abgeordnete zum Niederösterreichischen Landtag, Frau Barbara Rosenkranz von der FPÖ begrüßen zu dürfen."
Die Landtagsabgeordnete Barbara Rosenkranz war in Begleitung eines älteren Herrn gekommen, der kleiner war als sie mit sehr gepflegtem Äußeren und grau durchzogene Haare hatte. Eine mir bis dato nicht bekannte Landtagsabgeordnete der FPÖ saß nun wenige Sessel zu meiner linken Seite entfernt. Sie machte einen konservativen Eindruck in ihrem Erscheinungsbild. Als während der Veranstaltung das Gästebuch der Burschenschaft durch die Runde ging und jeder Anwesende ersucht wurde, sich einzutragen bat der alte Herr jedoch um Verständnis, daß auf Grund des Veranstaltungsinhaltes eine Eintragung des Ehrengastes, Frau Rosenkranz unterbleiben würde. Diese Worte wurden seinerseits mit einem Lächeln begleitet. So unterschrieb ich mich als Karl Dangl in das Gästebuch, als es an mich gereicht wurde. Mein Sitznachbar zur rechten Seite, ein Angehöriger der Burschenschaft setzte zusätzlich zu seiner Unterschrift noch das Symbol der Verbindung zu seinem Namenszug.
Nachdem Faisal Owaidha seine Ausführungen vornahm die die terroristische Vorgangsweise und Unterdrückung der Israelis und Juden im Bezug auf die Palästinenser beinhaltete, folgte die Diskussionsrunde. Derjenige, der auch die Einleitung und Vorstellung der Teilnehmer vornahm, stand auf und sagte: "Danke für Ihre Ausführungen - Exzellenz, Antisemitismus alleine ist zu wenig - sagen Sie uns wie können wir Sie und Ihr Volk sonst noch unterstützen - Antisemitismus ist nicht genug - es muß doch noch andere Möglichkeiten geben ..." und argumentierte und gestikulierte zur Untermauerung des Willens bereit zu sein, in jeglicher Hinsicht eine Unterstützung zu gewährleisten. Die Formulierung und Gestik wurde so gewählt, daß nicht er diese Aussage auf sich alleine bezog, sondern die gesamt anwesende Gruppe inkludierte. Der Botschafter betrachtete den Redner sichtlich zufrieden, ein Lächeln überflog sein Gesicht. Doch er gab kein Wort von sich. Rosenkranz nahm diese verbale Ausdrucksform, die mit einem artikuliertem Haß- und Feindbild einherging, ohne auch nur irgendeine Reaktion zur Kenntnis. Hier war also eine Gruppe versammelt, die nicht nur einen Antisemitismus in sich trug. Nein, hier fand sich eine Runde, die über die Deklaration des gelebten Antisemitismus heraustrat und das gemeinsame Feindbild der Israelis und Juden zum Todfeind stilisierte, den es galt mit allen verfügbaren Mitteln zu vernichten. Die Beschreibung des Veranstaltungsinhaltes befindet sich auf der Rückseite des mir bei der Einladung überreichten Informationsblattes, das sich zu Beginn dieses Kapitels befindet.
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