zum neuen TV-Beitrag von DER GLÖCKEL

zur neuen Publizierung von DER GLÖCKEL


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Inhalt:

Vorwort


Vorgeschichte
Wiedereinstieg in den Polizeidienst
Die Entdeckung
Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI
Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell"
Die Beauftragung durch das Innenministerium
Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB
Verdeckte Scheinkäufe
JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA
Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz
OLYMPIA - Sonnwendfeier
OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast
JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise
JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit
JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP
JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz
Die konspirative Wohnung
Chiffrierung der Berichte
Aktivisten-
Gruppengründung in Deutschland

Motorrad-
veranstaltungen

Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien
Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz
Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe-
kämpfung

Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz
Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak
Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL
Gedanken & Fragen
Weitere Medien des Journalisten

JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA

Burschenschaft OLYMPIA Wien mit Fahne Deutschlands

Eine Besichtigung des Zielobjektes vor dem ersten Treffen und Recherchen waren vorangegangen. Unter der Adresse Gumpendorfer Straße 149 verbarg sich niemand geringerer als die Wiener akademische Studentenverbindung Olympia. In Eigendefinition beschreibt sie sich als national-freiheitlich, schlagend, Farben tragende Studentenverbindung. Olympia, die nicht nur als rechte Studentenverbindung angesehen wird, sondern dessen Angehörige sich mir gegenüber in Folge als eindeutig national und rechtsstehend deklarierten.

Faksimile des Inserates in "Junge Freiheit" Nr. 16/94 und weiteren

Akademiker und Studierende erforderten ein anderes Auftreten und eine auch vom Aussehen wieder abgeänderte Darstellung meiner Person. Ich war kein Brillenträger und dennoch war eine eigens angekaufte Brille bereits bei der VSB in Verwendung. Gegenüber dieser Gruppe sollte diese jedoch gegen eine etwas dezent/modernere ausgetauscht werden.

Bei der Verwendung von Brillen für Menschen, die über eine gesunde Sehkraft verfügen, sei angemerkt, daß keinesfalls Fensterglas in die Fassung eingesetzt werden darf. Wenn man jemand gegenüber steht, der ein aufmerksamer Beobachter ist und Fensterglas in der Fassung erkennt, kann man schneller suspekt wirken als einem lieb ist. Wenn eine direkte Nachfrage diesbezüglich dann folgt, dann käme man leicht in einen Erklärungsnotstand. Abgesehen davon kommt es gelegentlich vor, daß auch Brillenträger von einer Fassung beeindruckt sein können und dann darum bitten die Sehhilfe kurz probieren zu können. Dies war der Grund warum ich mir in die Fassung Gläser einsetzen ließ, die etwas von der Normalsehkraft abwichen. Wie für jeden einzelnen Ermittlungszweig wurde das Outfit entsprechend gestaltet. Springerstiefel waren dort in keiner Weise passend. Eine dezent, schlicht gestaltete Kleidung eignete sich besser. Mein Verbindungsmann Koller erläuterte mir noch zuvor, daß die rechtsorientierte Ausrichtung bekannt sei und es an dieser Adresse auch bereits Hausdurchsuchungen gab. Diese brachten jedoch bis auf einige kleine, unbedeutende Gegenstände nicht wirklich Resultate zum Vorschein. Man wußte zwar grundsätzlich, daß die Burschenschaft Rechts zuzuordnen war, aber was sich tatsächlich hinter den Toren verbarg, lag im Ungewissen.

So trat ich eines Mittwochs, wie im Zeitungsinserat zeitlich vermeldet, an das Tor, klingelte und mir wurde Einlaß gewährt. Die Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT bei mir, fragte ich nach dem Leserkreis. Es wurde mir mein künftiger Kamerad H. vorgestellt. Er war Student im fortgeschrittenen Semester und Leiter des Leserkreises der JF. Fasziniert und beeindruckt darstellend, daß es doch noch Publikationen gebe, die ehrliche und aufrichtige Inhalte bringen, kamen wir uns in zahlreichen folgenden Gesprächen schrittweise näher. Als Nichtstudent vorerst mit Skepsis und Distanz betrachtet, halfen aber die Gespräche mit H. wo wir stundenlang Themen durchkauten. Nicht, daß damit Inhalte wie Schimpfkanonaden gegen Ausländer oder Juden gemeint waren. Wir diskutierten vom Kirchenrecht beginnend über wissenschaftliche Themen bis hin zur Innenpolitik. Den Grundfaden unserer gemeinsamen Gesinnung und Einstellung natürlich nicht aus den Augen verlierend, sehr umfangreich und offen. Es mag wohl einer dieser Abende gewesen sein an dem ich das Objekt nach einem stundenlangen Gespräch alleine mit H. richtiggehend geschlaucht verließ, aber meine Aussagen und Übereinstimmung mit seiner Ideologie mir weitere Zugänge ermöglichte.

Dieser Personenkreis verfügt über ein anderes Spektrum als die Angehörigen der Wilhelm Tell Gruppe. Sie fordern und erwarten auch ein entsprechendes geistiges Potential von ihrem Gegenüber. Dies galt es H. unter Beweis zu stellen, daß ich selbst als Gymnasium-Abbrecher nicht mit einer Gesellschaftsschicht gleichzustellen war, die vielleicht unter ihrem Niveau stand. In Folge bekam ich erste Einblicke in die engen Strukturen der Burschenschaft, mir wurde erklärt was "schlagend" bedeutet, was "Füchse" sind und ich wurde auch einigen "alten Herren" vorgestellt. Bei einer dieser Vorstellungen sagte mir ein alter Herr ins Gesicht: "Wer weiß, vielleicht arbeiten Sie für den israelischen Geheimdienst". Ausgerechnet dieser Mann wurde dann, meinen Ermittlungen folgend, als eine der Hauptfiguren der aktiven Führungspersönlichkeiten der Olympia-Burschenschaft identifiziert und trat mehrmals als Akteur in Erscheinung.

Unsere Treffen fanden dann auch Abseits der offiziellen Leserkreis-Termine statt. Das Vertrauen vertiefte sich und so wurden wir eine kleine Gruppe die gemeinschaftliche Unternehmungen durchführte. Begrüßungen mit einschlägigen Handzeichen und Heil wurden zum Regelfall und von H. zur Schau gestellte Hosenträger mit der abgebildeten altdeutschen Fahne gehörten ebenso zu seiner Ausstattung wie der von Kamerad M. mittels Aufkleber verzierte Aktenkoffer auf dem beispielsweise zu Lesen stand, das er Rechts stehe. Ich erhielt Tonträger mit Liedern des bekannten rechtsausgerichteten deutschen Liedermacher Frank Rennicke zum Überspielen und wir begannen über Kontakte von Bezugsquellen unterschiedlichster verbotener Materialien zu sprechen.

Mein Motorrad erwies sich als nützliches Gefährt, als wir gemeinsam mit Kameraden Ausfahrten unternahmen. Pizza-Essen, Fußballübertragung im Fernsehen, zwanglose Zusammenkünfte bei Bier bis spät in die Nachtstunden zeugten von einer schrittweisen Integration. Der Heimvorteil der Olympen war eine eigene Bierzapfanlage innerhalb des Gebäudes.

"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" heißt es und so hat bereits der Vater eines meiner damaligen Kameraden, der Arzt ist, die Zeitung "Aula" laut Erzählung des Sohnes frei im Wartezimmer der Ordination aufliegen. Ein anderer Angehöriger war in einer verantwortungsvollen Position im österreichischen Außenamt in Damaskus tätig.

Die Frauen nehmen in der Struktur dieser Burschenschaft einen eigenen Stellenwert ein. Von traditioneller, volkstümlicher Kleidung beginnend, über das Verhalten, der Unterordnung gegenüber dem männlichen Geschlecht bis hin zur Frisur reicht das wahrnehmbare Spektrum, daß die Gesinnung zum Ausdruck bringt.

Copyright Walter Egon Glöckel 2007 - alle Rechte vorbehalten

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