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Inhalt: Vorgeschichte Wiedereinstieg in den Polizeidienst Die Entdeckung Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell" Die Beauftragung durch das Innenministerium Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB Verdeckte Scheinkäufe JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz OLYMPIA - Sonnwendfeier OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz Die konspirative Wohnung Chiffrierung der Berichte Aktivisten- Gruppengründung in Deutschland Motorrad- veranstaltungen Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe- kämpfung Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL Gedanken & Fragen Weitere Medien des Journalisten |
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Die Kündigung der Bundespolizeidirektion WienAm 6. April erreichte mich am Festnetzanschluß der konspirativen Wohnung in Wien ein Anruf. Diese Rufnummer hatte nur mein Verbindungsmann Koller Alle anderen Personen, die Ermittlungen betreffend, waren im Besitz der Mobilrufnummer. Koller begann das Telephonat mit dem Satz: "Da ist etwas schiefgelaufen, setz Dich sofort mit Deiner Dienststelle in Verbindung. Die wollen Dich rausschmeißen". Wie vom Blitz getroffen, vorerst sprachlos, fragte ich nach, wie denn das möglich sei. Immerhin war ich seit Wochen gar nicht mehr auf der Dienststelle und wartete nur auf die zugesicherte Versetzung und folgende Dienstzuteilung zur Einsatzgruppe zur Bekämpfung des Terrorismus. Wie mir Koller zuvor aufgetragen hatte, nahm ich alle Möglichkeiten in Anspruch um dort nicht mehr in Erscheinung zu treten und die verdeckten Ermittlungen fortführen zu können. Ich sagte ihm: „Du weißt wie ich aussehe, soll ich dort einfach so hineinspazieren?“ worauf er antwortete: "Ich weiß auch nicht mehr, geh zur Direktion". Mit Glatze und Vollbart machte ich mich auf den Weg, nicht ohne bei der Anfahrt Sicherheitsschleifen einzubauen um sicher zugehen, daß mir niemand folgte.
In der Polizeidirektion führte mich mein Weg direkt zu dem Mann, der mir den Wiedereinstieg ein paar Monate zuvor ermöglicht hatte. Generalinspektor Schererbauer empfing mich in seinen Räumlichkeiten mit einer Eiseskälte. Als er mich sah, sagte er sofort: "Ich schmeiße Sie jetzt raus, ich habe genug von Ihnen". Selbst vollkommen von der Situation überrumpelt, ersuchte ich Ihn kurz alleine zu sprechen, worauf er mir sagte: "Ich will gar nichts von Ihnen hören, daß ist ja ungeheuerlich. Ich habe das Recht dazu Sie rauszuschmeißen auch ohne Begründung in der Probezeit und dies werden wir auch tun." Da stand er nun vor mir, außer sich - fast wütend und was sollte ich ihm nun sagen, ich wußte nicht einmal den Grund. Ich bat in seiner Anwesenheit ein Telephonat führen zu dürfen. "Wen wollen Sie anrufen?" - worauf ich antwortete: "Das Innenministerium". Er gewährte mir den Anruf, jedoch war in diesem Moment kein kompetenter Ansprechpartner zu erreichen. Somit war gegenwärtig auf diesem Wege nichts zu erreichen. Ein anderer Kollege des Genderalinspektorates informierte mich darauf im Auftrag Schererbauers worin die Kündigung begründet sei und eine Niederschrift mit mir auf.
Begründet wurde die Kündigung wegen unbefriedigenden Arbeitserfolges, pflichtwidrigen Verhaltens und Mangels fachlicher Eignung. Im Detail wurde mir zum Vorwurf gemacht, daß ich einen Vorgesetzten der WEGA mit dem Wort Gentleman titulierte und bei einer Überprüfung eines jungen Ausbildungsoffiziers die Gesetzeskenntnisse der Festnahmebestimmungen nicht konnte. Zur Abrundung des Gesamtbildes kam noch hinzu, daß ich nur wenige Wochen seit neuerlichem Dienstantritt am 1.1.1994 auf meiner Dienststelle gegenwärtig war. Ich befand mich im Urlaub, Pflegeurlaub und Krankenstand, so wie es mir seitens des Verbindungsmannes Koller aufgetragen wurde, aber das konnte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht erklären.
In Bezug auf das angeblich unentschuldigte Fernbleiben vom Dienst zu Ostern teilte mir Kessler noch in der Woche vor Ostern telephonisch mit, daß ich mir bezüglich der Zuteilung zur EBT keine Gedanken machen solle, da meine Versetzung bis zum Freitag davor erledigt sei. Deshalb blieb ich auch zu den Osterdiensten der WEGA fern und es ergab sich der in der Niederschrift angeführte Sachverhalt. Der Kündigungsbescheid erreichte mich dann, datiert mit 13. April 1994, wobei mir erst jetzt im Zuge der Aufarbeitung des Themas auffiel, daß er mittels Computerausdruck gefertigt wurde, jedoch das Datum, die Aktenzahl sowie bei der Unterschrift unterhalb des Schriftzuges "Der Polizeipräsident" mit dem Vertretungsvermerk, sowie Dr. Marek scheinbar nachträglich, jedenfalls mit Schreibmaschine, gesondert eingetragen wurden. Ebenso auffällig war das Überdenken des Informationsflusses über die bevorstehende Kündigung. Wenn meine Tätigkeit streng geheim war, wieso wußte ausgerechnet Koller über die Kündigung bescheid? Er war derjenige, der mich in der konspirativen Wohnung anrief und mich informierte. Wo bestand die Verbindung und warum macht der Kündigungsbescheid den Eindruck, als ob nur noch das Datum, die Aktenzahl und Unterschrift eingesetzt werden mußten? Wenn mein Name ebenso mit Schreibmaschine geschrieben worden wäre, dann würde dieser Umstand nicht sonderbar erscheinen, aber so? Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien 2
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