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Inhalt: Vorgeschichte Wiedereinstieg in den Polizeidienst Die Entdeckung Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell" Die Beauftragung durch das Innenministerium Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB Verdeckte Scheinkäufe JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz OLYMPIA - Sonnwendfeier OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz Die konspirative Wohnung Chiffrierung der Berichte Aktivisten- Gruppengründung in Deutschland Motorrad- veranstaltungen Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe- kämpfung Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL Gedanken & Fragen Weitere Medien des Journalisten |
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Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz
Wochen waren vergangen, wir hatten bereits Juni 1994 und von Koller gewann ich den Eindruck, nur permanent vertröstet zu werden. Da ergriff ich selbst die Initiative und rief beim Verfassungsschutz in Nürnberg an. Wollte mich einfach erkundigen wie lange es noch dauern würde, bis die Übernahme vollzogen sei. Ich fragte mich in der Vermittlung durch, um auch an die richtige Dienststelle zu gelangen, welche die rechte Szene bearbeitet. Mein Gesprächspartner war der Leiter von 22, was wohl die Abteilungsbezeichnung der Dienststelle war. Nach der Schilderung der Umstände und daß mir mein Verbindungsmann Koller des Innenministerium die Übernahme durch seine Behörde zusagte, ersuchte mich der Leiter von 22 eine kurze Umschreibung der thematischen Sachverhalte per Fax zu übermitteln. Er äußerte jedoch von einer derartigen, personellen „Übernahme“ keine Kenntnisse zu besitzen. Dies beunruhigte mich etwas und ich fragte nach, ob eine andere Stelle dafür zuständig sein könnte, was er verneinte. Darauf setzte ich mich hin und fertigte 9 Seiten, in denen schwerpunktmäßig die bis dato vorliegenden Erkenntnisse zusammengefaßt waren. In Bezug auf die Zielperson in Norddeutschland machte ich dessen personenbezogenen Daten unlesbar, beziehungsweise ließ sie einfach weg. Er bat mich um etwas Zeit, um der Angelegenheit nachgehen zu können. Der Knalleffekt trat aber in dem Augenblick ein, als wir das nächste Mal telephonierten und er mir mitteilte, via Außenstelle Salzburg mit dem Innenministerium in Wien Kontakt aufgenommen zu haben. Es wurde ihm mitgeteilt, daß das Innenministerium mich nicht abtreten will. Ich sei dessen Informant. Ich reagierte noch während dieses Telephonates spontan und sagte ihm, daß ich keinen Beamtenstatus mehr habe und keine vertragliche Verpflichtung eingegangen bin. Erklärte dem Leiter auch, daß ich nicht eine müde Mark für meine Spesen erhalten hätte, geschweige denn eine Honorierung. Es war ein reines Nehmen ohne Geben seitens des österreichischen Innenministeriums. Wir sprachen über die Möglichkeiten die ich durch meine Kontakte im Bezug auf Deutschland hatte und trotzdem mußte ich akzeptieren, daß er schlußendlich sagte, daß wir nicht zusammen arbeiten könnten. Er könnte sich nicht leisten, mit den österreichischen Behörden durch meine Dienste für den Verfassungsschutz, in eine Kontroverse zu geraten. Wenn sie mich nicht abtreten wollen, dann hätte er keine Möglichkeiten - er bedauerte. Nun wußte ich, daß ich glatt angelogen wurde, war fassungslos und schockiert. Instinktiv kappte ich die Verbindungen zu den eigenen Behörden, kündigte umgehend den Mobiltelephonanschluß und löste folgend das Mietverhältnis der konspirativen Wohnung. Ich konnte davon ausgehen, daß alle beteiligten Personen im Innenministerium blitzartig Kenntnis von meiner Eigeninitiative erhielten oder bereits hatten. Zwei Mal erhielt ich Anrufe an meiner damaligen Privatadresse. Der erste Anruf nach meinem Erscheinen in der Polizeidirektion kam von einem Polizeioffizier, der mir seine Hilfe anbot und fragte, was es mit der von mir angegebenen Versetzung ins Innenministerium auf sich hatte. In diesem Fall dachte ich nur, daß er einfach nur neugierig sei. Der zweite Anruf kam direkt aus dem Innenministerium. Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Dr. Sika war persönlich am Apart und bat um Auskunft, was ich denn für Ermittlungen durchgeführt habe und was dabei herauskam. Ich fragte zwei Mal dezidiert nach, ob er keine Informationen diesbezüglich hat und ob er denn Zugang zu meinen Berichten hätte, was er verneinte. Ich teilte ihm mit, daß ich es bedauern würde, aber wenn er keinerlei Informationen über meine konspirative Tätigkeit hätte, bin ich nicht autorisiert ihm darüber Auskunft zu erteilen. Von der Polizeidirektion war ich gekündigt und die leitenden Beamten im Innenministerium hatten mich offensichtlich belogen. Der Boden wurde heiß und ich traute keinem mehr. Dennoch dachte ich daran, daß sich solch eine Chance, gegen nationalsozialistisches Gedankengut verbreitende Personen zu ermitteln, in dieser Form nicht mehr ergeben würde. So blieb mir nur noch ein Weg offen. Auf einem Blatt Papier schrieb ich mir zusammen wie hoch eine monatliche Honorierung sein müßte und was an Spesen so anfallen würde. Als Oscar sprach ich den „Kontakt“ an. Wir trafen uns und ich legte meine Situation dar. Doch über diesen Rahmen verfügte laut seinen Angaben, die Gruppierung nicht. Aber vielleicht waren es auch die Umstände, die doch mehr als merkwürdig einem Unbeteiligten erscheinen mußten. Wir führten in Folge unseren letzten Tausch von Informationen und Geld aus und gingen, die Umstände bedauernd, auseinander.
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