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Inhalt:

Vorwort


Vorgeschichte
Wiedereinstieg in den Polizeidienst
Die Entdeckung
Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI
Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell"
Die Beauftragung durch das Innenministerium
Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB
Verdeckte Scheinkäufe
JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA
Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz
OLYMPIA - Sonnwendfeier
OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast
JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise
JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit
JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP
JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz
Die konspirative Wohnung
Chiffrierung der Berichte
Aktivisten-
Gruppengründung in Deutschland

Motorrad-
veranstaltungen

Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien
Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz
Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe-
kämpfung

Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz
Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak
Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL
Gedanken & Fragen
Weitere Medien des Journalisten

Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell"

Nach telephonischer Kontaktaufnahme mit dem Briefverfasser G. wurde ein Treffen in einem Café im 4. Wiener Gemeindebezirk für einen Nachmittag vereinbart. Er wäre für mich erkennbar, da er entweder in der Hand haltend oder vor sich am Tisch liegend, eine Zeitung hätte, die für mich ein Begriff sei. Ich selbst wäre für ihn erkennbar, da ich einen alten, dicken, braunen Ledermantel tragen würde. Dieses Kleidungsstück wählte ich bewußt aus um eine einschlägige Sympathie zu bekunden und auch die Reaktion abzuwarten. Da äußerte er Bedenken, da dies eine zu offensichtliche Assoziierung mit sich bringen würde, aber es mir selbstverständlich freistünde. Er selbst bevorzuge die "Bomberjacke". Schon dem Telephonat entnehmend war klar, daß dieser Kontakt als positiv einzustufen war. Als es dann zu dem ersten Treffen kam bei dem wir uns auch gegenseitig "abtasteten" und ein wenig thematisch herumstocherten, berichtete G., daß er einer Aktivistengruppe angehöre die sich in Abständen von 14 Tagen zu gemeinschaftlichen Aktivitäten treffen würde. Sie sei klein und die Aktivitäten würden von Plakatieren auf öffentlichen Straßenflächen, über Parolenschreien und Diskussionen mit Passanten reichen. Stolz erzählte er, daß sogar ein 36jähriger Ingenieur der Gruppe angehören würde, aber aus beruflichen Gründen nur eingeschränkt Zeit hätte, mitzuwirken. Es ginge um eine Veränderung des politischen Etablissements - ja eben die besagte Wende sollte herbeigeführt werden. Er erzählte von Hausdurchsuchungen der Bullen, hielt sich jedoch mit Einzelheiten bedeckt. Er sei für eine übergeordnete Gruppe tätig. Wir würden in Verbindung bleiben und er werde mich in Folge über die nächsten Treffen informieren.

Der Observationsleiter der EBT, Koller, der mir in Folge als fixer Verbindungsmann zugewiesen wurde, machte die Feststellung, daß auch die Gegenseite das Treffen observierte, was das behördliche Interesse noch mehr verstärkte.

Anm.: Der, in dem folgend abgebildeten Bericht angeführte Zeitraum, der gegenüber der ZP (Zielperson) vorerst mit einem Skiurlaub als Verhinderungsgrund angegeben war, diente real dem Besuch eines Sprengkurses zu dem ich mich bereits im Jänner angemeldet hatte.

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zu dem Originalbericht über die Zusammenkunft an Dr. Kessler & Mag. Dick vom 19.2.1994

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