|
Inhalt: Vorgeschichte Wiedereinstieg in den Polizeidienst Die Entdeckung Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell" Die Beauftragung durch das Innenministerium Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB Verdeckte Scheinkäufe JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz OLYMPIA - Sonnwendfeier OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz Die konspirative Wohnung Chiffrierung der Berichte Aktivisten- Gruppengründung in Deutschland Motorrad- veranstaltungen Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe- kämpfung Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL Gedanken & Fragen Weitere Medien des Journalisten |
|
Aktivisten-Gruppengründung in Deutschland 2
Grüß Dich, Kamerad Karl, Habe Deine Zeilen heute erhalten, vielen Dank für Dein Interesse! Im September plane ich eine Fahrt nach Tilsit, Ostpreußen; (vorrübergehend russisch besetzt.) Dazu habe ich mir vom ADAC sämtliche Informationen kommen lassen wie günstigste Strecke von hier bis nach Tilsit, Hotels, Einreisebestimmungen ... pi-pa-po. Warum gerade Tilsit? Ich bin leidenschaftlicher Militaria-Sammler (Befreiungskriege 1809/13/15) und dort wohnt der größte " östliche" Sammler von deutschen Militaria; bestimmt hat er Militaria, die mich interessieren. Bisher habe ich die Fahrt alleine geplant, wenn Du Interesse hast, kannst Du gerne mitfahren. Du kennst mich kaum – ich kenne Dich nicht – von daher ist es beiderseits eine gewagte Sache. Aber warum kein spontanes Vertrauen? Im Juli/August bin ich total ausgelastet, meine Arbeit als Altenpfleger und eine langfristig geplante Sache nimmt mich voll in Anspruch. Die Fahrt nach Tilsit werde ich in der ersten Septemberwoche starten, von daher ist noch etwas Zeit. Nun zu Deiner Frage, welche Aktivitäten ich plane. Dazu kann ich Dir heute keinen konkreten Plan sagen, es kommt auch darauf an wieviele Kameraden mitziehen. Ich kann Dir aber soviel sagen, ich werde ein Zeichen setzten!!! ...... Es regt mich aber immer wieder auf, wieviel Dummheit sogenannte „Kameraden“ haben müssen, die Asylantenheime mit Kindern abfackeln. Das ist Mord!!! Mein Plan ist zwar auch nicht ohne, aber wesentlich effektiver und entspricht meinem Herzen. Ganz genaues werde ich Dir mitteilen, wenn wir uns besser kennen. Fürs
erste verbleibe ich
Auf
Grund dieses Inhaltes sah ich mich veranlaßt etwas ins
Detail gehende Ideologie und Erfahrungen von mir zu geben und vor
allem ihm die Bestätigung hinsichtlich der Asylantenheime zu
vermitteln. So richtete ich am 1. Juli 1994 folgende Antwort an V.:
Hallo V.! Bei der nicht allzu großen Anzahl der Post, ausgenommen der unnötigen Werbesendungen, habe ich mich über Deinen Brief gefreut. Unser Leserkreis ist am Mittwoch das letzte Mal vor der Sommerpause zusammengekommen. Bei der Hitze, die zur Zeit bei uns herrscht waren die kühlen Räume der Olympen angenehm. Für die Sommermonate habe ich zugesichert, daß unsere Kameradschaftsrunde sich zumindest einmal in Oberösterreich zu einen „Zieher“ trifft. Leider sind die Kameraden entweder beim Militär – freiwillige Waffenübungen, oder machen Ferienarbeit. Verständlich da sie doch Studierende sind. Dabei habe ich versucht unseren zweiten Motorradfahrer zumindest für eine Woche von seinen Verpflichtungen zu lösen – na wir werden sehen. Den fehlenden Schlaf habe ich mittlerweile auch schon wieder nachgeholt. Von Paris sende ich Dir ein Photo, leider habe ich nur eine Einwegkamera gehabt und deshalb sind die Aufnahmen qualitativ nicht besonders gut. Ich hoffe, daß Du nicht gleich erschrickst wegen meines Aussehens, aber beim Biken gehört dies bei mir dazu. Das grimmige Leibchen habe ich von einem Mädel spendiert bekommen. Hoffentlich finde ich meine kleine Kamera wieder, die mir seit einem Motorradtreffen in Unterretzbach fehlt. Nun aber zu Deinem Brief grundsätzlich würde ich gerne nach Tilsit mitfahren, jedoch weiß ich nicht, ob Du mit dem Motorrad oder Auto fahren willst. Ich würde nämlich dann eine Einstellmöglichkeit für meine Shadow brauchen, da ich sie nicht gerne auf der Straße stehen lassen will. Auch der Treibstoff ist heikel, da ich bleifrei bevorzuge. Braucht man ein Visum? Bin ich doch einem guten Glas Bier oder Wein nicht abgeneigt, möchte ich Dir aber sagen, daß ich sofern ich fahre dies nur in sehr geringen Maße oder überhaupt nicht trinke und dies gilt für mich auch, wenn ich mitfahre für den Fahrer. Ich denke Du hast Verständnis dafür. Die Militaria sind für mich vom Dritten Reich am Interessantesten, jedoch ein teures Hobby. Mußte ich doch zum Beispiel für einen Satz Kragenspiegel umgerechnet ~ 115.- Mark hinblättern. Meine Sammlung ist zwar nicht enorm, aber auf so manches Stück bin ich stolz, wie mein Buch „Schlag nach“ 1938. Da steht beispielsweise drinnen die Reichweite eines Torpedos, wie hoch das Geschoßgewicht war und das Kaliber, viele interessante Sachen. Was Deine Äußerung betrifft mit den Asylantenheimen gebe ich Dir recht auch ich bin der Meinung, daß dies die falschen Wege sind, weil draufzahlen tun in dem Fall doch teilweise die Falschen. Na ja, wenn ein Ausländer mal eine auf´s Maul kriegt – aber Kinder halte ich doch raus. Im letzten Jahr hatte ich bei mir in Wien eine Auseinandersetzung mit zwei Türken. So schnell konnte ich gar nicht schauen, hatte der Eine ein Messer in der Hand. Die Erinnerung ist mir auf der linken Hand geblieben und ihm hoffentlich jedes Mal, wenn er sich in den Spiegel schaut. Aber Gott sei dank – alles ohne Bullen abgelaufen. Das war ein kleiner gedanklicher Abstecher, ich wollte eigentlich sagen, daß ich meine, daß das System und die, die die Fäden ziehen die Rechnung präsentiert bekommen sollten. Die Amis oder die Juden, die die Gelder auf unsere Kosten horten, die sitzen ja mittlerweile überall und machen ihren Einfluß immer zu ihren Gunsten geltend. Da habe ich eine nette Musikkassette wo ein Lied über die Amis vorkommt. Du hast sicherlich bessere Bezüge dazu wie wir in der Ostmark. Bei uns geht der Kauf immer nur über Umwege. Auf eine CD warte ich schon seit drei Monaten, ich glaube ich werde sie direkt bei Euch schneller bekommen. Das nächste Mal bekommst Du eine Karte von mir aus Italien, da meine Freundin mich eingeladen hat, ich hab sie zwar gefragt, ob wir nicht woanders hinfahren können, aber sie bestand auf´s Meer. Jetzt wo die politische Lage eher in ähnliche Richtungen gehen ist es besser als zuvor. Mein letzter Italienaufenthalt ist auch schon über 10 Jahre her. Ich habe nun mein altes Telefon gegen ein neues mit dem Du mich auch erreichen kannst gewechselt. Das alte war ein sogenanntes C-Netz und ist nur in der Ostmark gegangen. Das Neue ist mit einer Deutschen Karte ausgestattet und soll angeblich fast in ganz Europa funktionieren. Die Rufnummer lautet: ...
Ich freue mich wieder auf Deinen Brief und arbeite nicht zuviel bei der Hitze, nicht damit Du frühzeitig pflegebedürftig bist! Kameradschaftliche
Grüße Anmerkung: Tatsächlich hatte ich auf der linken Hand Narben, die von Schnittverletzungen herrührten, natürlich nicht von einer Auseinandersetzung mit Türken. Datiert mit dem Poststempel vom 4. Juli 1994 kam dann der letzte Brief, der mich von V. erreichte: Hello Kamerad Karl,
So, das war´s erst einmal für heute und ich verbleibe mit kameradschaftlichen Grüßen V.
Copyright by Walter Egon Glöckel 2007 - alle Rechte vorbehalten |
||