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Inhalt: Vorgeschichte Wiedereinstieg in den Polizeidienst Die Entdeckung Der Kontakt zur staatspolizeilichen Abteilung des BMfI Das 1. konspirative Treffen mit der Gruppe "Wilhelm Tell" Die Beauftragung durch das Innenministerium Die "Volkssozialistische Bewegung" - VSB Verdeckte Scheinkäufe JUNGE FREIHEIT - Leserkreis bei der Wiener akademischen Burschenschaft OLYMPIA Burschenschaft OLYMPIA - Der Dr. Erwin Pröll-Schriftsatz OLYMPIA - Sonnwendfeier OLYMPIA - Sonderveranstaltung mit PLO Botschafter und FPÖ Ehrengast JUNGE FREIHEIT - Projekt Deutschlandrundreise JUNGE FREIHEIT - Leserreaktion & Mitarbeit JUNGE FREIHEIT - Der journalistische Auftrag: DAS ANTI-NAZI-CAMP JUNGE FREIHEIT - Leserkreis Graz Die konspirative Wohnung Chiffrierung der Berichte Aktivisten- Gruppengründung in Deutschland Motorrad- veranstaltungen Die Kündigung der Bundespolizeidirektion Wien Alternativangebot mit dem Deutschen Verfassungsschutz Freie Marktwirtschaft zur Terrorismusbe- kämpfung Kontakt mit dem Deutschen Verfassungsschutz Forderung an den Bundesminister Dr. Löschnak Der Versuch mit dem Nachrichtenmagazin PROFIL Gedanken & Fragen Weitere Medien des Journalisten |
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Aktivisten-Gruppengründung in DeutschlandDem Lesen von Kleinanzeigen des Waffenmagazins VISIER hatte ich diesem Ermittlungspunkt zu verdanken. Zur besseren Lesbarkeit des Briefwechsels erfolgt eine Auszugsdarstellung meines ersten Briefes an diese Zielperson und der weitere Schriftverkehr ist 1:1 von den Originaldokumenten abgeschrieben. An V. am 31. Mai 1994: Werter Inserent, hallo Kamerad!
Nachdem ich zu Beginn dieses Jahres meinen Arbeitsplatz als Sportartikelverkäufer verloren hatte (ein Ausländer kam dem Chef angeblich billiger), plane ich ein Vorhaben, das aus Zeitgründen bis jetzt nicht möglich war durchzuführen, endlich zu realisieren. Ich möchte Deutschland, vermutlich mit dem Motorrad, bereisen. Es gibt Vielerorts JF-Leserkreise, die ich besuchen möchte und in Ruhe mir das Land anzusehen, welchem meines einmal angehörte. Für die Planung habe ich begonnen mir die Fahrtroute festzulegen. Selbstverständlich gehört auch Norddeutschland dazu. Ich rechne im Juli mit meiner Abfahrt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir schreiben würdest! Mit kameradschaftlichen Grüßen Karl Dangl Am 9. Juni 1994 traf dann seine Antwort ein: Hallo Kamerad Karl Dangl,
Von der Zeitung „Junge Freiheit“ habe ich schon positives gehört, leider haben die Wilhelmshavner Zeitschriftenhändler weder die „Junge Freiheit“ noch die Münchner „National-Zeitung“, die linken Bazillen haben den Vertreibern von diesen Zeitungen „Repressalien“ angedroht. Einer unserer radikalsten Kameraden, Thorsten de Vries, mußte seinen „Deutschen Kameradschaftsbund“ verbieten lassen und überhaupt war Ende letzten Jahres mächtig was „los“ hier... Mich hat man bis zum heutigen Tage noch nicht „verfolgt“, ich habe einen guten Ruf und genieße eine Art "Narrenfreiheit", warum weiß ich auch nicht... Nun zum eigentlichen Thema: Die Zeit der deutschen Freiheitskriege 1809/13/15 ist für mich eine der wertvollsten Traditionen der gesamten deutschen Geschichte, ein Höhepunkt und Glanzlicht einer bis dahin schmachvollen Zeit französischer Besetzung. Was früher ein napoleonisch besetztes Europa war, die „überhebliche Dekadenz“ und „Un-normal“ dieser Zeit ist wiederum die heutige deutsche Dekadenz des Wohlstandes, die ungeheure wichtige Werte wie Vaterlandsliebe, Ordnung, Recht, wahre Freiheit (womit genau das Gegenteil von „Anarchie“ gemeint ist) Gottesfurcht etc. ignoriert oder „verschlingt“! Es ist kaum einer da, der diesem satanischen Treiben Einhalt gebietet und für einige ist dieser Zustand unerträglich... Ich könnte noch seitenlang weiter „philosophieren“, aber für´s Erste reicht wohl dieses Schreiben. Du hast ersteinmal einen Eindruck. Vielleicht kurz zu meiner Person: Anfang 30, Beruflich Altenpfleger, Fußballbegeistert und ebenfalls Motorradfreund. Kameradschaftliche
Grüße Reaktion von mir am 22. Juni 1994 Hallo, Kamerad V! Habe Deinen Brief nach meiner Rückkehr aus Frankreich gestern in meinem Postkastl vorgefunden und mich darüber gefreut. In Paris war zum Wochenende eine Euro-Demonstration gegen die geplanten Einschränkungen wie genormte Bikerschutzbekleidungen, Streckenverbote, PS Limits usw. Also ich sage Dir, so etwas habe ich noch nie erlebt. Die Anzahl der Räder war gar nicht mehr möglich zu schätzen es müssen zwischen 25.000 und 40.000 gewesen sein und ca. 50.000 bis 60.000 Personen. Ein gewaltiges Ereignis, die die Fahrtzeit von 26 Stunden (von Wien bis Stuttgart Regen) aber voll rechtfertigten. Ein Erlebnis gewaltiger Art – Paris wurde Samstag lahmgelegt – da ging bzw. fuhr nichts mehr wo wir hinkamen. Wenn ich im Sommer zu Dir komme, bringe ich Dir die Photos mit. Es hat mir gefallen, daß man Dinge bewegen kann und niemand hätte uns aufhalten können – diese Übermacht war nicht mehr zu stoppen geschweige denn zu lenken. Nun aber zu Deinem Brief, ich finde es toll, daß Du eine neue Gruppe aufbauen möchtest und ich hoffe, daß Du zahlreiche Zuschriften erhieltst. Was hast Du dann für Aktivitäten vor? Es ist ja traurig, daß uns die Großkopferten keine andere Möglichkeit mehr lassen um unsere Ideale durchzusetzen. Und es sind ja nicht nur Ideale, sondern lebensnotwendige Dinge wie Arbeitsplatz (so wie bei mir), Wohnungen, Lebenserhaltungskosten usw. Weil die Ausländer viel billiger sind und auch bei uns staatlich gestützt werden – durch unsere Steuergelder – wird es für uns immer schwieriger. Neulich erzählte mir ein Handwerker einer Firma, der ein Rohrgebrechen in der Wohnung in Ordnung brachte, daß er einen Lohn mit nebenbei Pfuschen von ca. 30.000.- S hätte – und da soll einem nicht die Galle hochkommen?! Man sollte sie einfach rausschmeißen können und das Geld für unser Volk verwenden! In der Beilage habe ich Dir einen Kleber mitgeschickt und ich hoffe, daß er Dir gefällt. Solltest Du im Sommer auf Urlaub fahren, so teile mir bitte dies mit, damit ich dies in meinem Fahrplan berücksichtigen kann. Nachdem die Sonnwendfeier gestern doch etwas länger gedauert hat und ich noch einen Schlafrückstand von Frankreich habe, werde ich nun Schluß machen und mich etwas aufs Ohr hauen. Ich
freue mich auf Deinen nächsten Brief und verbleibe Der Aufkleber, den ich V. schickte stammte aus einem Konvolut, das ich bei der Wiener Akademischen Burschenschaft OLYMPIA erwarb. Das permanent mehr ausgeweitete Leben als Rechter, ermöglichte es mir, zunehmend über Aktivitäten und Begebenheiten zu berichten.
Aktivisten-Gruppengründung in Deutschland 2
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